USA Public High School Jahr
Unser Kind war 23/24 im âUSA Classic High School Jahrâ, gebucht bei AIFS, vor allem wegen der angebotenen Staatenwahlpakete. Eine Suche in den Wunschstaaten fand in unserem Fall wohl nie statt, denn der Local Coordinator (LC) der amerikanischen Partneragentur AYA saà statt in der Wunschregion West Coast im nördlichen Wisconsin. Er bestÀtigte, dass er das Profil unserer Tochter frÃŒhzeitig geblockt hatte, so dass es fÃŒr andere LCs in den USA nicht mehr einsehbar war. Dabei hÀtte per deutschen AGB vor Juni 23 gar nicht auÃerhalb der Staatenwahl gesucht werden dÃŒrfen. Fehler passieren, doch mehrfach mussten wir auf den AGB beharren, um diese erste Platzierung abzulehnen. Trotz Zusage der Agentur, nun fokussiert in den Wunschstaaten zu suchen, erfolgte die zweite Platzierung Monate spÀter nur wenige Kilometer von der ersten entfernt, ÃŒber genau denselben LC.
Die âLeistungâ der dt. und amerik. Agentur war in unserem Fall lediglich eine extrem spÀte Vermittlung einer Interimsfamilie / Welcome Family fÃŒr 3-4 Tage, und das nach mehr als einjÀhriger Suche. Auf dem Flug unseres Kindes waren mehrere Kinder, die ihre Platzierung sogar mit weniger als 24 Stunden Vorlauf erhalten hatten. In unserem Fall war es reines GlÃŒck, dass die nette Welcome Family dann zur finalen Familie wurde. Diese Gastfamilie hat auch zwei anderen AustauschschÃŒlern von AYA aus unguten Platzierungen geholfen.
Es geht nicht darum, dass es auch in Wisconsin schön sein kann, sondern um die vielen Versprechungen vor Buchung und das SchÃŒren von Bildern in den Köpfen von MinderjÀhrigen im Zuge der GeschÀftsanbahnung, die ab Buchung sukzessive wieder âeinkassiertâ werden. SpÀter wird sogar den Eltern die Rolle zugeteilt, die von der Agentur erst geweckten Erwartungshaltungen zu revidieren und auf die Kinder einzuwirken. Auch darÃŒber, dass die eigentliche Vermittlungsleistung und Entscheidungshoheit bei der amerikanischen Agentur liegt, mÃŒsste AIFS im Vorfeld deutlich aufklÀren. AIFS erfÃŒllte fÃŒr uns persönlich solche FÃŒrsorge-, Auskunfts- und Informationspflichten nur unzureichend. Auch das Einfordern des kompletten Reisepreises Monate vor Ausreise, obwohl es bis zur Ausreise keine finale Familie gab, die Leistung also gar nicht erbracht war, empfanden wir als grenzwertig, auch wenn es AGB oder Gesetz erlauben.
Es gibt viel zu wenig geeignete Familien in diesem Programm, und wir empfinden unsere am Ende gute Platzierung als reines GlÌck. Das ganze System J-1 Classic USA Public High School Jahr ist m.E. aus JugendschutzgrÌnden hochgradig bedenklich und mÌsste vom dt. Gesetzgeber verpflichtend mit Warnhinweisen versehen werden. Auch das deutsche Gastschulrecht (§651u BGB) ist unzulÀnglich im Hinblick auf den Schutz von MinderjÀhrigen und in Bezug auf die Haftung der deutschen Agenturen fÌr das, was sie verkaufen. Wir raten daher davon ab, dieses spezifische Programm zu buchen, bei dieser wie auch bei anderen Agenturen, auch wenn es kostenseitig attraktiv sein mag.
Einen Stern vergeben wir dafÃŒr, dass AIFS mittlerweile das reine Staatenwahl-Paket abgeschafft hat und dadurch ein kleines âLearningâ erkennbar ist. Einen weiteren Stern fÃŒr eine sehr lösungsorientierte, kompetente und freundliche Mitarbeiterin bei AIFS, die hoffentlich Einfluss nehmen kann auf eine erhöhte Transparenz bei der Beratung kÃŒnftiger Familien.
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