FÃŒr mich kein echter Mieterschutz â viel Provision, wenig nachhaltiger Effekt
Ich habe Conny beauftragt, meine ÃŒberhöhte Miete wegen Mietpreisbremse zu senken. Auf der Website klang alles einfach: LegalâTech, âkein Risikoâ, Erfolgsprovision nur im Erfolgsfall. In der Praxis war ich an mehreren Stellen sehr unzufrieden.
Erstens war das Provisionsmodell fÃŒr mich wenig transparent. Mir wurde spÀter erklÀrt, alle Details stÃŒnden im Kleingedruckten, bevor man auf âbeauftragenâ klickt. Formal mag das stimmen, faktisch war mir die tatsÀchliche Kostenbelastung in diesem Moment nicht klar. Die Höhe der Provision habe ich erst mit der Endabrechnung wirklich verstanden â und empfand sie im VerhÀltnis zur erzielten Senkung als deutlich zu hoch. (Ich schildere hier ausdrÃŒcklich meine damalige Erfahrung; wie die Darstellung heute ist, kann ich nicht beurteilen.)
Zweitens hatte ich den Eindruck, dass Conny möglichst konfliktarm mit dem Vermieter arbeiten will. Mir wurde relativ deutlich geraten, den vorgeschlagenen Vergleich zu unterschreiben, weil es angeblich âkein besseres Angebotâ geben könne. Von der Option, hÀrter zu verhandeln oder notfalls vor Gericht zu gehen, war kaum ernsthaft die Rede. Das Ergebnis fÃŒhlte sich eher nach âHauptsache schneller Dealâ als nach maximalem Mieterschutz an.
Besonders Àrgerlich ist der ausgehandelte Nachtrag zur Indexmiete. Das Aussetzen der Indexmieterhöhung wurde mir damals als groÃer Bonus verkauft, den mein Vermieter âentgegenkommendâ angeboten habe. TatsÀchlich war das fÃŒr mich aber kein echter Vorteil, sondern nur ein Aufschub mit schwammiger Formulierung. Heute, ein paar Jahre spÀter, hat mein Vermieter eine massive Indexmieterhöhung von ÃŒber 20â¯% auf einen Schlag durchgesetzt. Das angebliche Entgegenkommen beim Aussetzen der Indexmiete wirkt im RÃŒckblick eher so, als hÀtte vor allem der Vermieter gewonnen. FÃŒr mich sieht das wie eine sehr schwache Verhandlung oder zumindest eine Lösung aus, die den Vermieter klar begÃŒnstigt.
Als ich Conny nach der jetzt anstehenden Erhöhung erneut kontaktiert habe, kam nach langem Warten nur eine kurze Absage: Man könne mir in diesem Fall nicht helfen, ich solle es beim Mieterverein versuchen. Keine inhaltliche Auseinandersetzung, keine Verantwortung fÌr die eigene Nachtragsgestaltung, kein ernsthafter Versuch, eine Lösung zu finden.
Unterm Strich habe ich das GefÌhl, dass Conny in meinem Fall gut verdient hat, ich aber keine wirklich nachhaltige Mietminderung und keinen belastbaren Schutz vor spÀteren Indexerhöhungen bekommen habe. Ich wÌrde anderen Mietern dringend raten, das Provisionsmodell genau zu lesen, sich nicht unter Zeitdruck zu einem Vergleich drÀngen zu lassen und sich im Zweifel zusÀtzlich unabhÀngig beraten zu lassen (Mieterverein, Fachanwalt), bevor sie etwas unterschreiben. Auf Basis meiner Erfahrung wÌrde ich diesen Dienst nicht noch einmal in Anspruch nehmen.
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