So enttÀuschend, dass ich dort nicht erneut kaufen wÌrde.
Meine Erfahrung mit Fahrrad Kraus war insgesamt so enttÀuschend, dass ich dort nicht erneut kaufen wÌrde.
Ich hatte online ein neues, hochwertiges E-Bike bestellt. Fahrrad Kraus wirbt auf der eigenen Website ausdrÃŒcklich mit einer QualitÀtskontrolle vor dem Versand. Nach Angaben des HÀndlers wird jedes Fahrrad vor dem Versand umfassend geprÃŒft; unter anderem werden Schraubverbindungen kontrolliert und nachgezogen und es wird eine Probefahrt durchgefÃŒhrt, bei der unter anderem Schaltung und Bremsen auf einwandfreie Funktion geprÃŒft werden. Der HÀndler spricht dabei selbst von einem âgeprÃŒften Top-Zustandâ.
Umso erstaunter war ich Ìber den Zustand meines gelieferten Neurades. Bereits nach der ersten kurzen Fahrt fielen mehrere AuffÀlligkeiten auf. Das hintere Schutzblech war deutlich schief montiert. Auf einer Seite betrug der Abstand zum Reifen nahezu 0 mm, wÀhrend auf der anderen Seite etwa 15 mm vorhanden waren. Auch das vordere Schutzblech war nicht sauber ausgerichtet. ZusÀtzlich trat beim Drehen des Hinterrades ein SchleifgerÀusch auf.
Wie diese Punkte mit der beworbenen umfassenden PrÃŒfung und Probefahrt vor dem Versand vereinbar sind, kann ich nicht beurteilen. Meinen Erwartungen an die Endkontrolle eines neuen, hochwertigen E-Bikes entsprach der gelieferte Zustand jedenfalls nicht.
Obwohl ich mich noch innerhalb der Widerrufsfrist befand, hatte ich zunÀchst sogar eine pragmatische Lösung angeboten: Ich wÀre bereit gewesen, das Fahrrad bei einer Fachwerkstatt in meiner NÀhe ÃŒberprÃŒfen und die fehlerhafte Montage beheben zu lassen, sofern Fahrrad Kraus die hierfÃŒr entstehenden Kosten ÃŒbernimmt. Aufgrund der groÃen Entfernung zum HÀndler wÀre dies fÃŒr mich die einfachste Lösung gewesen.
Fahrrad Kraus ging auf diese Reparaturlösung nicht ein und leitete die RÌckabwicklung meines bereits erklÀrten Widerrufs ein.
Die anschlieÃende Kommunikation empfand ich als wenig kundenorientiert. Besonders befremdlich fand ich die schriftliche Mitteilung, man behalte sich als VerkÀufer vor, mir kÃŒnftig keine weitere Ware zu verkaufen und weitere Versuche, einen Kaufvertrag abzuschlieÃen, abzulehnen. Eine solche Reaktion gegenÃŒber einem Kunden, der wegen Problemen mit einem Neurad von seinem gesetzlichen Widerrufsrecht Gebrauch macht, kann jeder fÃŒr sich selbst bewerten.
Auch die RÌckholung verlief aus meiner Sicht alles andere als zufriedenstellend. Fahrrad Kraus organisierte die RÌckholung selbst Ìber eine Spedition und teilte mir mit, diese werde sich per E-Mail oder Telefon zur Terminvereinbarung melden. TatsÀchlich Ànderten sich die vorgesehenen Abholtermine mehrfach. Das Fahrrad stand wÀhrend dieser Zeit zur Abholung bereit.
Besonders negativ bewerte ich die anschlieÃende RÃŒckzahlung. Da Fahrrad Kraus die RÃŒckholung selbst organisiert hatte, bestand kein Grund, die Erstattung bis zum tatsÀchlichen Eingang des Fahrrads beim HÀndler zurÃŒckzuhalten (BGB §357(4)). Trotzdem musste ich selbst auf die ausstehende RÃŒckzahlung hinweisen und zusÀtzlich eine konkrete Zahlungsfrist setzen.
Die RÃŒckerstattung erfolgte schlieÃlich erst rund drei Wochen nach Ablauf der gesetzlichen RÃŒckzahlungsfrist.
Als Kunde empfinde ich es als ausgesprochen befremdlich, bei einem gewerblichen HÀndler nach einem ordnungsgemÀÃen Widerruf seinem eigenen Geld hinterherlaufen und zusÀtzlich auf die gesetzlichen Pflichten bei der RÃŒckabwicklung hinweisen zu mÃŒssen.
Dass bei einem Fahrrad einmal etwas nicht korrekt montiert sein kann, wÀre fÃŒr mich allein noch kein Grund fÃŒr eine derart negative Bewertung. Entscheidend ist fÃŒr mich, wie ein HÀndler anschlieÃend mit einem Problem umgeht. Bei einem HÀndler, der hochwertige FahrrÀder im Versandhandel verkauft und ausdrÃŒcklich mit einer umfangreichen QualitÀtskontrolle vor dem Versand wirbt, erwarte ich eine professionelle Kommunikation, eine zuverlÀssige Organisation der RÃŒckholung und insbesondere eine fristgerechte RÃŒckzahlung.
Mein Fazit: Der eigentliche Kauf war unkompliziert. Problematisch wurde es, als der Zustand des gelieferten Fahrrads Anlass zur Beanstandung gab und ich von meinem Widerrufsrecht Gebrauch machte. Gerade in einer solchen Situation zeigt sich fÌr mich die QualitÀt eines HÀndlers.
Die Kombination aus dem Zustand des Neurades trotz beworbener QualitÀtskontrolle, der anschlieÃenden Kommunikation, der schleppenden RÃŒckholung und insbesondere der erst rund drei Wochen nach Ablauf der gesetzlichen RÃŒckzahlungsfrist erfolgten Erstattung hat mein Vertrauen in Fahrrad Kraus vollstÀndig zerstört.
Ich werde dort nicht erneut kaufen und kann Fahrrad Kraus aufgrund meiner persönlichen Erfahrung nicht empfehlen.
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