BÃŒrokratiesÃŒchtig und kundenunfreundlich
Mit der MÃŒnchener Hypothekenbank bekamen mein Mann und ich durch Vermittlung der Interhyp zu tun. Dort lieÃen wir uns beraten, da wir eine Immobilie erwerben und finanzieren wollten. Die VerkÀufer hatten es eilig, der Notartermin sollte in 15 Tagen stattfinden, doch wir waren optimistisch, denn wir hatten bereits Unterlagen gesammelt, und waren finanziell selbst gut aufgestellt. Das Angebot der MHyp war das beste, eine PrÃŒfung wurde innerhalb von 14 Tagen zugesagt und so entschieden wir uns, ohne viel zu recherchieren (zweifelsohne naiv).
Binnen 24 Stunden arbeiteten wir die lange Unterlagenliste ab und hörten eine Woche lang nichts. Dann folgte eine Nachforderung, die die Einstellung der Bank bereits erahnen lieÃ: Eine Unterlage sei nicht ausgefÃŒllt (uns war unklar, was hinein sollte, das wurde nicht beantwortet, weshalb wir sie fÃŒr optional hielten). Eine Unterlage fehlte, sie stand den VerkÀufern selbst derzeit nicht zur VerfÃŒgung, worÃŒber wir auch informiert hatten. Eine Unterlage â ein reines Textdokument â hatten wir zwecks Unterschriften in s/w ausgedruckt. Da aber der Logorahmen (!!) bunt war, forderte die MHyp, dass wir alle 12 Seiten farbig ausdruckten, drei davon unterschrieben und wieder einscannten, was wir auch taten.
Eine weitere Woche herrschte Schweigen, dementsprechend erleichtert waren wir, als wir am Abend vor dem Notartermin endlich eine Mail im Postfach vorfanden. Das wÀhrte nicht lange, denn zu unserem Entsetzen war es nicht etwa die BestÀtigung der Finanzierung, sondern erneut die Forderung derselben Unterlagen. 12 Stunden vor dem Termin mussten wir diesen absagen â auÃerordentlich unangenehm. Entsprechend baten wir die Bank nun auch um ErklÀrung, erlÀuterten erschöpfend, warum die Nachreichung einer einzigen Unterlage aktuell nicht möglich war, und baten um Kontakt zur zustÀndigen Person. Letzterer wurde uns, offensichtlich mit dem Segen der MHyp, von der Interhyp verweigert. Nun darf man sich bereits an dieser Stelle fragen, welchen Hintergrund es haben mag, wenn eine Bank so dringend vermeiden möchte, dass ihre Kunden einen Ansprechpartner fÃŒr ein immerhin sechsstelliges Darlehen haben! (Wir haben es nicht herausgefunden und sind dafÃŒr dankbar.)
Obwohl wir bis dahin bereit waren, der Bank nach dem verpatzten Notartermin eine zweite Chance zu geben, erlebten wir weder eine Entschuldigung noch eine Spur von Einsicht, ganz im Gegenteil. Entsprechend in Sorge begannen wir parallel ohne Beteiligung der Interhyp nach einer Finanzierung zu suchen â was sich als GlÃŒck erweisen sollte. Denn die MHyp teilte uns nach weiterer Wartezeit mit, dass eine PrÃŒfung ohne die Unterlage (die Urkunde einer vor 18 Jahren geÀnderten TeilungserklÀrung zur Sondernutzung eines einzelnen AuÃenstellplatzes, wobei die TeilungserklÀrung selbst vorlag!) unmöglich sei und sie das Angebot auch nur wenige Tage aufrecht erhalten werden.
Das Ende vom Lied: Wir haben bei einem anderen Institut finanziert (die ach so unersetzliche Urkunde konnten wir selbstverstÀndlich nachreichen) und dabei sogar bessere Zinsen und natÃŒrlich einen Ansprechpartner erhalten. Im Nachhinein sind wir ausgesprochen dankbar dafÃŒr, dass eine Zusammenarbeit bei dieser âFriss oder Stirbâ-MentalitÀt nicht zustandegekommen ist. Denn wenn die Behandlung bereits in der Kundengewinnung von einer derartigen Arroganz und Kompromisslosigkeit geprÀgt ist, möchte man sich sicher nicht ausmalen, was passiert, wenn es spÀter tatsÀchlich einmal ein Problem geben sollte.
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